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  Erkältung und Grippe


 

Naturheilkunde bei Erkältung (grippalem Infekt) und echter Grippe


 

Um solcher Erkrankungen vorzubeugen, ernähren Sie sich gesund, trinken Sie viel Wasser, bewegen Sie sich so viel wie möglich an der frischen Luft, schrauben Sie Ihren Kaffee-, Alkohol-, Zigarettenkonsum zurück, schlafen Sie ausreichend in einem gut gelüfteten und nicht zu warmen Zimmer, nehmen Sie sich Zeit zum Entspannen. Saunagänge, Wechselduschen, Waschungen mit essigsaurem Wasser, Voll- und Fußbäder mit Heilpflanzen helfen Ihnen auch, gesund zu bleiben.

 

Ein grippaler Infekt (Erkältung) wird meist von Viren (Rhino-, Adeno-, Entreroviren etc.) verursacht. Hier sind die Hauptsymptome eines grippalen Infektes (Erkältungskrankheit): Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Schleimbildung (katarrhalische Erkältung), leichtes Fieber.

 

Infekte der Atemwege sind: Schnupfen (Rhinitis), Mandelentzündung (Tonsilitis), Rachenentzündung (Pharyngitis), Kehlkopfentzündung (Laryngitis), Luftrohrenentzündung (Tracheitis), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Mittelohrentzündung (Otitis media), Entzündung der Bronchien (Bronchitis), Lungenentzündung (Pneumonie) etc. sowie deren Kombinationen.

 

Die echte Grippe (Influenza) wird von Influenza-Viren (z. B. H5N1, H1N1) verursacht, sie ist eine schwere fieberhafte  Erkrankung. Bei der Grippe sind die Symptome stärker und setzen schneller ein als bei einer Erkältung, die Grippe beginnt akut mit hohem Fieber, Abgeschlagenheit, Glieder- und Kopfschmerzen.

 

Die Wandlungsfähigkeit der Viren, ihre rasche Veränderlichkeit machen eine Bekämpfung mit Medikamenten sehr schwer. Es gibt zwar virushemmende Medikamente (Virostatika), diese haben aber erhebliche Nebenwirkungen. Eine Behandlung mit Antibiotika ist bei einer Virusinfektion fehl am Platz.

 

Bakterien können in dem von den Viren geschwächtem Organismus Superinfektionen (Sekundärinfektionen) verursachen: Nasennebenhöhlenentzündungen, Ohrenentzündungen, Lungenentzündungen, Herzmuskelentzündungen, Gehirnhautentzündungen. Diese werden meistens mit Antibiotika behandelt. Auch wenn Bakterien im Spiel sind, sind Antibiotika nicht immer erforderlich. Eine Antibiotika-Therapie ist schädigend für die physiologische Flora im Organismus, sie zerstört nicht nur die „bösen“, sondern auch die „guten“ Bakterien in unserem Körper, die sich nur mühsam reparieren lassen.

 

Entzündungshemmende, desinfizierende, auswurffördernde Heilpflanzen in Form von Tees, Säften, Tropfen, Tabletten, Sprays, Inhalationslösungen, Bädern sind grundsätzlich zur Behandlung von Erkältungskrankheiten geeignet. – Vorsicht Reizungen, Allergien/Asthma! Die Einnahme von Vitamin C und Zink kann auch die Genesung beschleunigen, sowie Bettruhe in einem gut gelüftetem Zimmer, viel trinken (neben den geeigneten Heiltees trinken Sie Wasser, heißes Zitronenwasser, heißer Holundersaft). Essen Sie leichte Kost, wie Obst, Salate, Gemüse, selbstgemachte Gemüsebrühe, gewürzt mit Ingwer, Zitronengras, Knoblauch, Kräuter.

 

 

Halsschmerzen /Mandelentzündungen

Gegen Halsschmerzen hilft Gurgeln mit Kochsalzlösung (einen halben Teelöffel Meersalz in eine Tasse lauwarmes Wasser auflösen) in Wechsel mit Salbeitee, Kamillentee.

 

Sehr hilfreich sowohl bei Halsschmerzen/Mandelentzündungen, als auch generell bei Erkältungskrankheiten ist Propolis (Bienenkittharz), mit seiner schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung (Propolis wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze). Dazu 20-30 Tropfen Propolistinktur in wenig Wasser, gurgeln und anschließen herunterschlucken (auf Propolistinkturen für innerlichen Gebrauch achten).

 

Kühle Zitronenhalswickel bei beginnenden hochfieberhaften Mandelentzündung: eine halbe möglichst unbehandelte Zitrone und etwas kaltes Wasser; ein Baumwolltuch wird in das Zitronenwassergetaucht, dann ausgewrungen, um den Hals gewickelt und mit einem Wollschal befestigt. -Kühle Wickel nie benutzten, wenn man friert!

Bei leichteren Mandelentzündungen sind warme Zitronenhalswickel hilfreich.

 

Auch Halswickel mit Magerquark helfen bei Mandelentzündungen: der Quark (Zimmertemperatur) wird auf ein Baumwolltuch dünn aufgetragen, es wird so aufgelegt, dass sich zwischen Quark und Haut sich eine Lage Stoff befindet (Quarkpäckchen), dann mit einem Wollschal befestigt.

 

Hilfreich bei Mandelentzündungen sind auch die Lehmwickel: 2-3 Löffel Heilerde mit lauwarmem Wasser zu einem Brei rühren, wie bei Quarkwickel auftragen.

 

Schnupfen/Nebenhöhlenentzündung

Kochsalz (physiologische Kochsalzlösung) ist zur Behandlung von Schnupfen und Nebenhöhlenentzündungen gut geeignet, als Inhalation (Dampfinhalation) oder zur Nasenspülungen (dazu ist eine Nasenspülkanne hilfreich). Sie können dieses in der

Apotheke kaufen (isotonische Kochsalzlösung oder sterilisiertes Meerwasser), oder Kochsalzlösung selbst herstellen (halbes Liter Wasser kochen, 1 Teelöffel Salz auflösen, den Dampf einatmen und/oder die Kochsalzlösung etwas kühlen lassen und zur Nasenspülung verwenden).

 

Weiter gibt es in der Apotheke verschiedene pflanzliche Nasensprays, -tropfen, -salben. Die Anwendung von Nasentropfen/-sprays, die Sympathomimetika (Oxymetazolin, Xylometazolin, Tetryzolin etc.) enthalten, kann langfristig zu einer Schädigung der Nasenschleimhäute führen. Sie sollten nur zur Not verwendet werden.

 

Gegen Schnupfen und Nebenhöhlenentzündungen hilft auch die Dampfinhalation mit Kamille (Kamillenblüten, Kamillenflüssigextrakt, Kamillenöl aus der Apotheke). Es kommen auch Inhalationen mit anderen ätherischen Ölen in Betracht: mit Pfefferminz-, Anis-, Thymian-, Salbei-, Rosmarin-, Eukalyptusöl etc. – Vorsicht Reizungen, Allergien/Asthma!

 

Gegen entzündete Nasenflügel hilft eine panthenolhaltige (häufig Dexpanthenol) Salbe.


 

Husten/Bronchitis

Ätherische Öle wirken in erster Linie auswurffördernd/expektorierend (stimulieren die Schleimdrüsen zur vermehrten Produktion von dünnflüssigem Schleim, der gut abgehustet werden kann), helfen gegen Atembeschwerden, wirken auch desinfizierend. Präparate mit ätherischen Ölen (Pfefferminz-, Anis-, Thymian-, Salbei-, Rosmarin-, Eukalyptusöl u. a.) können also als Tropfen, Säfte oder Tabletten bei Bronchitis und Husten eingenommen werden.

 

Ätherische Öle können auch zum Einreiben auf Brust und Rücken (warme Hände, wenig Öl, danach warm umhüllen) eingesetzt werden. - Vorsicht Reizungen, Allergien/Asthma!

 

Warme Brustwickel mit ätherischen Ölen helfen bei Bronchitis: ätherisches Öl wird auf  ein warmes Baumwolltuch tropfenweise verteilt, dieses wird um den Brustkorb gewickelt und mit einem Wollschal befestigt. - Vorsicht Reizungen, Allergien/Asthma!

 

Heilpflanzen, die Schleime enthalten, eignen sich bei Reizhusten und zum Schutz der Schleimhäute der Atemwege: Eibisch, Spitzwegerich, Isländisch Moos, Wollblume (Königskerze), Malve, Taubnessel, Bockshornklee u.a.

 

Heilpflanzen, die Saponine enthalten, besitzen ähnlich wie ätherische Öle eine auswurffördernde Wirkung: Schlüsselblume (Primel), Süßholz, Stiefmütterchen, Efeu, Vogelmiere, Wald-Sanikel u.a.

 

Dementsprechend können Sie Teemischungen aus solchen Pflanzen heiß mit Honig und Zitrone trinken. Sie können sich z. B. passende Fertigmischungen in der Apotheke besorgen.

 

Sie können sich auch selbst Hustensäfte herstellen, z. B. Zwiebelsaft (Zwiebel in Ringe schneiden, in eine Schüssel geben, mit Zucker bestreuen, ein paar Stunden bei 50 ° im Backofen lassen, den entstandenen Saft nehmen), Sie können zu dem Zwiebelsaft 1 EL Honig und 1-2 EL frisch geriebenem Meerrettich verrühren. Oder mehrere unbehandelte Zitronen in Scheiben schneiden, mit Zucker bestreuen, 12 Stunden stehen lassen, den entstandenen Saft verwenden. Eine weitere Möglichkeit: einen schwarzen Rettich halbieren, aushöhlen, beide Hälften mit Honig fühlen, 12 Stunden ziehen lassen, den entstandenen Saft verwenden. Von diesen Säften können Sie mehrmals täglich 1 EL nehmen. halbieren, aushöhlen, beide Hälften mit

 

Warme Brustwickel mit gekochten zerdrückten Kartoffeln (auf ein Baumwolltuch auftragen, zwischen Kartoffel und Haut eine Lage Stoff, mit Wolltuch befestigen) wirken krampflösend und lindernd bei Bronchitis. Ähnlich werden Brustwickel mit Quark zubereitet, die auch sehr wirksam sind (Quark auf Zimmertemperatur und nie, wenn man friert).

 

 

Fieber

 

Haben Sie keine Angst vor Fieber, dieses ist keine Krankheit, sondern eine Begleiterscheinung. Es mobilisiert die Abwehr- und Selbstheilungskräfte, es erhöht die Stoffwechseltätigkeit des Körpers.

 

Sollte das hohe Fieber (ab 39 °) jedoch sehr belastend für Sie sein, können Sie dieses senken mittels Wadenwickel (Tücher tauchen in 2-3 Liter Wasser, welches kälter ist als die Körpertemperatur, und einen Löffel Zitronensaft oder Obstessig enthält; auswringen, um die heißen Waden wickeln, mit Wollschals fixieren, nach 5-10 Minuten erneuern, bis das Fieber um ca. 1 ° gesunken ist). Nicht bei kalten Gliedmaßen anwenden!

 

Auch ein Einlauf ist als fiebersenkende Behandlung sehr wirksam, mit Hilfe eines Klistier oder Irrigators (Apotheke oder Sanitätsgeschäft). Ca. 300-800 ml warmer Kamillentee werden in den Darm gespült, ein paar Minuten gehalten.

 

Heiße Pulswickel mit Arnika-Essenz helfen, wenn die Haut an den Gliedmaßen kühl ist, es folgt noch einen Fieberanstieg in dieser Phase.

 

Empfehlenswert zur Fiebersenkung sind auch die Kaltwaschungen mit essigsaurem Wasser, immer in Richtung Herz, und nur bei heißer Haut; nie, wenn man friert. Danach gut zudecken.                                                                                                                                                              

Heiltees aus Holunder-, Linden-, Mädesüßblüten, Hagebuttenschalen, Weidenrinde eignen sich sehr gut bei fieberhaften Erkältungskrankheiten und Grippe (mit Honig und Zitrone).

 

 

Ohrenschmerzen

Bei Ohrenschmerzen helfen Kamillen- oder Zwiebelsäckchen auf das Ohr.

Kamillensäckchen: eine Handvoll trockener Kamillenblüten in ein dünnes Tuch einbinden und erwärmen, auf das Ohr legen, mit einer Mütze befestigen, mindestens 30 Min. oder über Nacht; Zwiebelsäckchen: eine mittelgroße Zwiebel fein hacken, in ein dünnes Tuch einbinden, leicht erwärmen (körperwarm), auf oder hinter das Ohr legen, befestigen, ca. 30 Min., auch mehrmals täglich.

 

Die Auswahl der einzelnen Pflanzen und das Mengenverhältnis kann sehr verschieden ausfallen. Dabei ist nicht lediglich der Name der Krankheit maßgebend, sondern dieselbe Krankheit kann bei verschiedenen Individuen verschiedene Zusammenstellung nötig machen.

 

Verläuft z.B. die Erkrankung in dem einen Fall mit starker Beteiligung der Lunge, so werden Lungenmittel zu verordnen sein, erfolgen im anderen Fall Ausscheidungen durch den Magen oder Darm, so wird man Heilpflanzen wählen, welche für diese Organe spezifisch sind.

 

Es kommt eben darauf an, festzustellen, wo die Krankheit sitzt, und welche Wege der Körper benutzt, um die Krankheitsstoffe auszuscheiden. Zusätzlich wird man auch Mittel wählen, welche den Gesamtstoffwechsel unterstützen, denn es gibt kaum eine Krankheit, die sich unabhängig vom Gesamtorganismus irgendwo eng umgrenzt einnistet.

 

Isabelle Spring

Heilpraktikerin

 
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