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"Doktor Mama" - ein Vortrag für Eltern

Liebe Eltern, medizinische sowie naturheilkundliche Grundkenntnisse vermitteln Ihnen Sicherheit im Alltag. Eltern verfügen über eine gute Intuition, sie kennen die eigenen Kinder besser als jeder andere, und haben eine zuverlässige Beobachtungsgabe.

Bekommen Kinder einen Infekt, bildet ihr Immunsystem Antikörper gegen den Erreger, mit dem sie sich infiziert haben. Diese Antikörper schützen eine zeitlang vor einer erneuten Infektion durch den gleichen Keim. Mit der Zeit stabilisiert sich der Gesundheitszustand der Kinder. Jeder überstandene Infekt verbessert die Widerstandskräfte!

Haben Sie keine Angst vor Fieber! Das Fieber ist nichts Unheimliches. Temperaturen bis     37,5 °C (im After gemessen) gelten als normal, bis 37,9 °C als erhöht, ab 38 °C als Fieber.

Fieber ist keine Krankheit, sondern eine Begleiterscheinung, es ist zwar ein Alarmsignal, „da stimmt etwas nicht!“, aber auch ein Zeichen, dass der Organismus sich mit der Krankheit auseinander setzt, mit allen Kräften. Das Fieber mobilisiert die Abwehr- und Selbstheilungskräfte, es erhöht die Stoffwechseltätigkeit des Körpers.

Leider wird immer noch zu häufig bei den fiebrigen Infekten sofort ein Zäpfchen gegeben. Und wenn ein entzündlicher Befund vorliegt, kommt gleich noch ein Antibiotikum dazu. Für die Auseinandersetzung mit der Krankheit bleibt dem Organismus des Kindes nur wenig Möglichkeit.

Kopfschmerzen treten vor oder während eines Fieberanstieges als vorübergehendes Symptom auf. Ist das Fieber auf seinem Höhepunkt angelangt, so klingen sie meist ab. Frösteln, Gliederschmerzen, Bauchschmerzen und Brechreiz können zusätzlich auftreten.

Vorsicht: Bauchweh ist bei Kindern ein Wort mit vielen Bedeutungen! So können z. B. Ohren- oder Zahnschmerzen, Hals- oder Kopfschmerzen, Husten oder Schnupfen aus Kindersicht Bauchweh sein. Bauchweh kann vieles bedeuten. Manchmal kündigen Bauchschmerzen eine ernsthaftere Erkrankung an, z. B. eine Blinddarmentzündung oder eine Harnwegsinfektion. Nicht nur organische, auch seelische Beschwerden verursachen manchmal Bauchschmerzen. Auch zu intensive Umweltreize können Bauchweh, Weinerlichkeit und Unruhe hervorrufen.

Wenn klarer, flüssiger oder auch dicker, gelber Schleim den Rachen hinab oder aus der Nase rinnt, spricht man von einem Katarrh (Katarrh heißt „Herabfluss“). Einem Katarrh können unterschiedliche Erkrankungen zugrunde liegen: katarrhalischer oder grippaler Infekt, Grippe (echte Influenza-Erkrankung), Nebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung, Kinderkrankheit (z. B. Masern), Allergie (Heuschnupfen).

Die meisten Infekte werden auch von Husten begleitet, der kann sich auf unterschiedliche Art und Weise zeigen: mal kitzelt es nur sacht im Hals, mal hört sich der Husten hart an, laut und bellend, oder gurgelnd und rasselnd, weil die Atemwege verschleimt sind. Im Normalfall besteht kein Grund zur Sorge, hustenhemmende Medikamente sind nicht angezeigt.

Ich möchte Sie dazu ermutigen, bei Ihrem Kind ein paar Untersuchungen selbst durchzuführen: Ohrenschmerzen erkennt man an der Abwehr des Kindes beim Druck auf den vorderen Ohrknorpel.

Untersuchen Sie mittels Löffelstiel oder Finger den ganzen Mund und Rachen des Kindes. Dabei kann man den Würgereflex geschickt zum Anschauen des Rachens und der Mandeln benützen, wenn man kurz und energisch mit dem Löffelstiel oder Holzspatel den hinteren Teil der Zunge drückt, man muss nur schnell wieder loslassen. Sie sollten auch die Lymphdrüsen unterhalb des Unterkiefers und am Hals nach einer Schwellung abtasten.

Am häufigsten sind virusbedingte Mandelentzündungen: mehr oder weniger gerötete Mandeln, Fieber bis über 40 Grad, eine belegte Zunge und Neigung zum Erbrechen. Diese Infekte sind meistens harmlos.

Findet man den hinteren Gaumen und die Mandeln hochrot und mit Stippchen besetzt, so handelt es sich um eine eitrige Mandelentzündung, die beteiligten Bakterien sind häufig Streptokokken. In einem solchen Fall suchen Sie den Arzt auf, um Komplikationen zu vermeiden (wie eine Mittelohrentzündungen, seltener eine Nierenentzündung, sehr selten ein akutes Gelenkrheuma mit Herzentzündung).

Selten kommt ein Mandelabszess vor, auf oder hinter oder unter den Mandeln sitzend, mit hohen, oft schwankenden Temperaturen, starkes Krankheitsgefühl und Unfähigkeit, den Mund richtig zu öffnen. Hinter dickeren Belägen auf hochroten Mandeln kann ein Pfeiffersches Drüsenfieber, sehr selten eine Diphtherie stecken. Auch in diesen Fällen ist der Arztbesuch nötig.

Ein Mundpilz (Soor) liegt mehr der Wangenschleimhaut an und verursacht keine Schmerzen.

Bei einer Halslymphknotenentzündung ist eine knollige, druckschmerzhafte Schwellung spürbar im seitlichen Halsbereich, die mehr nach außen orientiert ist. In diesem Fall suchen Sie den Arzt auf.

Fast bei jedem Kind sind kleinere Halslymphknoten tastbar, die im Rahmen von harmlosen Infekten oder auch ohne jede Krankheitssymptomatik auftreten können. Man geht zum Arzt, wenn eine zunehmende schmerzlose Vergrößerung über Wochen festgestellt wird.

Sie sollen wissen, dass die allermeisten katarrhalischen Infekte bei guter Pflege ohne jede Behandlung in wenigen Tagen komplikationslos abklingen. Alle Behandlungsarten, die während solcher Tage die Symptome nur unterdrücken, wie Fiebermittel, Hustendämpfer, Schnupfenmittel und Antibiotika gegen mögliche Keimbesiedlung, bedeuten eine unnötige, zusätzliche Belastung für den Organismus.

Unterdrücken Sie den Krankheitsverlauf nicht, sondern begleiten Sie lindernd (hilfreiche Tipps erhalten Sie in meinem Vortrag „Naturheilkunde bei grippalen Infekten und echter Grippe“), verstehen Sie das Geschehen als Aufforderung zur Kräftigung und Harmonisierung der kindlichen Konstitution.

Die Kinder brauchen Ruhe, am besten Bettruhe, überlassen Sie aber dem Kind selbst, ob es ins Bett gehen mag oder nicht, viel trinken, wenig essen (appetitlos sein, das ist ganz normal, zum Verdauen bleiben keine Kräfte mehr; höchstens etwas selbstgekochte Gemüsebrühe können Sie Ihrem Kind anbieten). Sorgen Sie für frische Luft, Zimmer immer wieder gut durchlüften, dabei für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen. Bekleidung und Zudecke müssen der Zimmertemperatur und dem Fieber sorgfältig angepasst werden.

Den Arzt aufsuchen sollen Sie unbedingt in folgenden Fällen: Wenn das Kind fantasiert, wenn es plötzlich aufschreit, dann ohnmächtig wird, wenn es plötzlich blass, steif und ohnmächtig wird (Fieberkrampf), wenn Zuckungen auftreten im Gesicht oder am ganzen Körper, wenn das Kind starke Schmerzen hat (z. B. der Bauch schmerzt stark bei Druck, die Ohren und/oder das Schlucken tun schrecklich weh).

Wenn das Kind Kopfschmerzen hat, die über den Fieberanstieg bestehen, begleitet von Übelkeit und Erbrechen, überprüfen Sie ob es sich im Bett mit ausgestreckten Beinen aufsetzen und dabei die Arme in die Luft strecken kann. Überprüfen Sie ob es sitzend mit seinem Mund das angezogene Knie berühren kann (Knieküsszeichen). Kann es beides, so ist eine Hirnhautentzündung so gut wie ausgeschlossen. Wenn aber das Kind sich fortwährend nach hinten abstützen muss mit dem Kopf etwas nach hinten gestreckt (Dreifuss-Zeichen) oder/und das angezogene Knie nicht mit dem Mund berühren kann, aber auch wenn das Kind zu klein für diese Untersuchung ist, rufen Sie den Arzt an!

Wenn Sie sich für eine homöopathische Behandlung einer akuten Krankheit entscheiden, ist es ratsam, Ihre Homöopathin/Ihren Homöopath über die Anwendung verschiedener Hausmittel zu informieren, weil manche Hausmittel (z. B. Kräutertees, ätherische Öle) vorhandene Symptome verändern oder unterdrücken können, oder die Wirkung des homöopathischen Arzneimittels beeinträchtigen können.

Die Homöopathie setzt mit ihrer Therapie nicht am Erreger, sondern beim Menschen als Ganzes an, denn ein und derselbe Erreger kann bei verschiedenen Menschen ganz unterschiedliche Symptomenkomplexe produzieren. Die Homöopathie registriert das Erscheinungsbild des Erkrankten in seiner ganzen Komplexität.

Ich möchte Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass die homöopathische Behandlung Ihres Kindes in Fachfrau-/Fachmannshänden gehört. Leider gibt es eine Fülle an Literatur, welche den Eindruck vermittelt, dass man nur kurz nachzuschlagen braucht, und schon weiß man Bescheid. Genauso gibt es "Homöopathie-Seminare für Laien", die leider nicht dazu dienen, den Teilnehmern den richtigen Umgang mit der Homöopathie beizubringen, sondern vielmehr zu Werbezwecken stattfinden. Ein sicherer Weg, um enttäuscht zu werden, denn die erwartete Wirkung wird nicht eintreten!

Eine homöopathische Verschreibung (Mittel, Potenz, Dosierung) muss der aktuellen Krankheitslage, eventuellen Störfaktoren und der individuellen Empfänglichkeit und Reaktionsfähigkeit des Patienten angepasst werden – das verlangt tiefe Kenntnisse der Arzneimittelwesen und der homöopathischen Regeln. Homöopathie ist eine Heilkunst, für deren Erlernen man Jahre braucht!

Isabelle Spring

Heilpraktikerin

 
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